top of page

Brandfarben in der Corporate Identity.

Markenstimme vs. Markensprache



Brandfarben in der Corporate Identity – wie viele sind sinnvoll?


Eine Corporate Identity ist mehr als ein schönes Logo. Sie ist das visuelle Fundament deiner Marke – und genau hier spielen Brandfarben eine zentrale Rolle. Farben sorgen für Wiedererkennung, Orientierung und Konsistenz. Oder anders gesagt: Sie entscheiden mit darüber, ob eine Marke professionell wirkt oder beliebig.


Die gute Nachricht: Du brauchst keine riesige Farbpalette, um stark aufzutreten. Im Gegenteil – Klarheit schlägt Vielfalt.



Die Hauptfarbe: das visuelle Rückgrat deiner Marke


Die Hauptfarbe ist die Farbe, mit der deine Marke sofort in Verbindung gebracht wird. Sie taucht im Logo auf, prägt die Website und ist in den wichtigsten Touchpoints präsent.

Kurz gesagt:Wenn jemand an deine Marke denkt, denkt er an diese eine Farbe.

Deshalb sollte sie bewusst gewählt sein und zu deiner Positionierung passen – emotional wie strategisch.



Sekundärfarben: Spielraum ohne Chaos


Sekundärfarben ergänzen die Hauptfarbe. Sie bringen Abwechslung ins Design, ohne die visuelle Klammer zu verlieren. Typischer Einsatz:

  • Unterseiten

  • Illustrationen

  • Hervorhebungen

  • grafische Elemente


Bewährt haben sich zwei bis maximal vier Sekundärfarben. Alles darüber wird schnell unruhig – besonders, wenn keine klaren Regeln definiert sind.



Akzentfarben: gezielte Aufmerksamkeit


Akzentfarben haben eine klare Aufgabe: Sie lenken den Blick.Buttons, Links, Call-to-Actions – alles, was geklickt werden soll, profitiert von einer bewusst eingesetzten Akzentfarbe.

Wichtig dabei:Akzentfarben funktionieren nur, wenn sie sparsam eingesetzt werden. Eine, maximal zwei Akzentfarben reichen völlig aus. Alles andere verwässert ihre Wirkung.



Neutralfarben: die stillen Helfer


Neutralfarben sind oft unspektakulär – aber unverzichtbar. Sie bilden den Hintergrund, sorgen für Lesbarkeit und geben den anderen Farben Raum.


Typisch sind:

  • Weiß- und Off-White-Töne

  • Grauabstufungen

  • Schwarz für Text


Auch hier gilt: 1 bis 3 Neutralfarben sind in den meisten Fällen völlig ausreichend.



Wie viele Farben braucht eine gute CI wirklich?


Realistisch und praxisnah liegt eine funktionierende CI-Farbpalette bei:

5 bis 7 Farben insgesamt, bestehend aus:

  • 1 Hauptfarbe

  • 2–4 Sekundärfarben

  • 1 Akzentfarbe

  • 1–2 Neutralfarben


Mehr Farben bedeuten nicht mehr Professionalität – sondern oft mehr Unsicherheit in der Anwendung.



Worauf du zusätzlich achten solltest


Farbbedeutung & Zielgruppe

Farben transportieren Emotionen. Sie wirken je nach Kontext, Branche und Zielgruppe unterschiedlich. Die Frage ist nicht „Was gefällt mir?“, sondern:

Was zahlt auf meine Marke ein?


Barrierefreiheit

Kontraste sind kein Nice-to-have. Texte müssen lesbar sein – auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Gute Marken denken das von Anfang an mit.


Konsistenz vor Kreativität

Die beste Farbpalette bringt nichts, wenn sie ständig anders eingesetzt wird. Klare Regeln zur Nutzung sind entscheidend für einen professionellen Markenauftritt – online wie offline.




Fazit


Brandfarben brauchen ein System, keine Spielwiese


Brandfarben sind kein dekoratives Beiwerk, sondern ein strategisches Werkzeug. Sie geben Orientierung, schaffen Wiedererkennung und sorgen dafür, dass eine Marke konsistent wahrgenommen wird. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Farben, sondern ihre klare Rolle innerhalb der Corporate Identity.


Eine reduzierte, gut definierte Farbpalette erleichtert Entscheidungen, beschleunigt Prozesse und verhindert visuelles Chaos – intern wie extern. Wer Farben bewusst auswählt und konsequent einsetzt, stärkt seine Marke langfristig und macht sie verlässlich erkennbar.




 
 
bottom of page